Die Flößer-Grundschule in Wallbach bekommt das Zertifikat „Fahrradfreundliche Schule“

Im Landkreis ist die Flößer-Grundschule Wallbach die erste mit dem Zertifikat „Fahrradfreundliche Schule“. Die Kinder brauchen an dieser Grundschule kein Elterntaxi.

Der Umweltbeauftragte der Stadt, Ralf ...dfreundliche Schule" auszeichnet.  | Foto: Susanne Eschbach
Der Umweltbeauftragte der Stadt, Ralf Däubler (links), und der Fahrradbeauftragte Oliver Weinrich, überbringen der Schulleiterin der Wallbacher Flößer-Grundschule, Christine Berchtold, ein Geschenk und das Schild, das die Schule als „Fahrradfreundliche Schule“ auszeichnet.  Foto: Susanne Eschbach

Material für das Training haben jetzt der Umweltbeauftragte Ralf Däubler und der Bad Säckinger Fahrradbeauftragte Oliver Weinrich an die Flößer-Grundschule in Wallbach überreicht. Bereits im Januar ist die Schule als erste Grundschule im Landkreis als „Fahrradfreundliche Schule“ ausgezeichnet worden. Bisher sind nur weiterführende Schulen im Landkreis mit diesem Zertifikat ausgezeichnet worden.

Bereits seit vielen Jahren legt die Schulleitung großen Wert auf Nachhaltigkeit, Sport und Bewegung in der Schule. So nehmen das Lehrerkollegium sowie Schüler nicht nur regelmäßig am Bad Säckinger Stadtradeln teil, sondern stellen auch bereits seit vielen Jahren die größte teilnehmende Schülergruppe beim Bad Säckinger Trompeterlauf. Bereits seit 2020 ist die Flößer-Grundschule beim jährlichen Stadtradeln mit dabei. „Anfangs waren es 20 Teilnehmer, inzwischen 150. Das ist schon spitze“, lobt der Umweltbeauftragte.

Die Grundschüler nehmen an öffentlich stattfindenden Sportveranstaltungen teil

Auch, dass sich die Kinder selbst auf den Weg zur Schule machen, ist immer wieder ein Thema in der Schule. Um die Räder sicher und trocken abstellen zu können, ist inzwischen auch ein überdachter Fahrradunterstand auf dem Schulgelände errichtet worden.

Doch das alleine reicht noch nicht aus, um das Zertifikat zu erhalten, wie Christine Berchtold bestätigt. „Zunächst musste die Schulkonferenz der Zertifizierung zustimmen“, sagt sie. „Und das Rad sollte auch zum Beispiel bei einem Ausflug eingesetzt werden“, so die Schulleiterin weiter.

Schule mit sport- und bewegungsspezifischem Schwerpunkt und fahrradfreundlich

Im Mai wird die Schule mit Unterstützung der Eltern wieder einen Fahrradtag ausrichten, wo es neben einem Fahrradparcours auch ein Sicherheitstraining gibt und ein Fahrradreparaturkurs angeboten wird. „Nun sind wir nicht nur eine Schule mit sport- und bewegungsspezifischem Schwerpunkt, sondern auch eine fahrradfreundliche Schule und vereinbaren damit Bewegung und Klimaschutz, und sorgen dafür, dass unsere Kinder sichere Fahrradfahrerinnen und Fahrradfahrer werden“, freut sich die Schulleiterin.

Die Schulleiterin will auch andere Schulen bei der Zertifizierung einer „Fahrradfreundlichen Schule“ unterstützen.

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Vorerst kein neuer Funkmast für Wallbach

Als jüngst die Pläne für den Autobahnbau am Hochrhein vorgestellt wurden, hat Wallbachs Ortsvorsteher Fred Thelen nochmal genauer hingesehen. Dabei sei ihm aufgefallen, dass der geplante Funkmast, den Vodafone in Wallbach errichten wollte und für den das Unternehmen bereits einen Bauantrag eingereicht hatte, mitten auf der Autobahn stehen würde. Der Ortsvorsteher kontaktierte das Unternehmen, das den Bauantrag daraufhin zurückzog, wie Thelen in der Ortschaftsratssitzung mitteilte. Einen alternativen Standort gibt es derzeit nicht. Mit dem Funkmast sollte verhindert werden, dass sich Handys im Schweizer Telefonnetz anmelden. Dies passiert, wenn das Roaming aktiviert ist. Innerhalb der EU ist das seit einigen Jahren kein Thema mehr, da keine Gebühren mehr anfallen. Im Schweizer Netz kann das, abhängig vom Telefonnetzbetreiber, schnell teuer werden.

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Snackautomat für Wallbach kommt

In Wallbach wird im Frühsommer ein neuer Snack-Automat der Firma Wunderle aufgestellt. Der Automat soll die Nahversorgung stärken und ein breites Sortiment bieten.

Der Snack-Automat in Wallbach soll neb...undes im Sortiment haben (Symbolbild).  | Foto: Sophia Ungerland
Der Snack-Automat in Wallbach soll neben Snacks unter anderem auch Apfelschorle, Wurstwaren und Gesundes im Sortiment haben (Symbolbild). 
Foto: Sophia Ungerland

Wallbach bekommt im Frühsommer einen Snack-Automaten in der Ortsmitte, den die Firma Wunderle für mindestens fünf Jahre betreiben wird, wie der Ortschaftsrat am Mittwochabend in seiner Sitzung einstimmig beschloss. Ortsvorsteher Fred Thelen deutete an, dass für die Einhausung des Automaten sehr wahrscheinlich ein Bauantrag gestellt werden müsse.

Die Bezeichnung „Snack-Automat“ ist fast schon ein wenig untertrieben, blickt man auf das geplante Sortiment, welches Philipp Wunderle grob umriss: Apfelschorle, Wurstwaren und neben Süßem auch Gesundes. Bier allerdings wird es nicht geben. Neben Bargeld soll auch die Bezahlung mit EC-Karte und über die gängigen Handy-Bezahldienste möglich sein, so Wunderle. Die Familie Wunderle betreibt auf ihrem Hof am Ortsrand bereits mehrere Lebensmittelautomaten.

Zu den baulichen Voraussetzungen am geplanten Standort zwischen Bushaltestelle und Briefkasten in der Ortsmitte bei Rathaus und Schule erklärte Thelen, dass bereits ein Leerrohr für die spätere Stromversorgung im Boden liege. Der Automat müsse zudem umbaut werden. Glas biete sich dafür allerdings nicht an, wenngleich sich der Bau damit optisch an die bestehende überdachte Bushaltestelle angleiche. Im Sommer würde es zu warm werden. Die Details zum Material und zur Form stehen noch aus und sind Gegenstand des wahrscheinlich zu stellenden Bauantrags. Thelen erklärte, dies rasch mit der Stadtverwaltung abklären zu wollen. Möglich sei, dass das Häuschen dann von der nahen Grundschule im Rahmen eines Kunstprojektes bemalt wird.

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Schule setzt erfolgreich auf Fahrräder

Ab sofort ist die Flößer-Grundschule in Wallbach eine fahrradfreundliche Schule. Sie ist damit die zweite zertifizierte Schule in Bad Säckingen und die dritte im Landkreis Waldshut.

Fahrradfreundliche Schule: Wallbachs O...ößer-Grundschule, Christine Berchtold.  | Foto: Susanne Eschbach
Fahrradfreundliche Schule: Wallbachs Ortsvorsteher Fred Thelen überreicht die Urkunde der Schulleiterin der Flößer-Grundschule, Christine Berchtold.  Foto: Susanne Eschbach

Nach dem Scheffel-Gymnasium in Bad Säckingen und der Heinrich-Hansjakob-Grundschule in Waldshut ist jetzt auch die Flößer-Grundschule in Wallbach als „Fahrradfreundliche Schule“ ausgezeichnet worden. Wallbachs Ortsvorsteher Fred Thelen hat das Zertifikat offiziell an die Schulleiterin Christine Berchtold übergeben.

Bereits seit vielen Jahren legt die Schulleitung großen Wert auf Nachhaltigkeit, Sport und Bewegung in der Schule. So nehmen das Lehrerkollegium sowie die Schülerinnen und Schüler nicht nur regelmäßig am Bad Säckinger Stadtradeln teil, sondern stellen bereits seit vielen Jahren die größte teilnehmende Schülergruppe beim Bad Säckinger Trompeterlauf. Auch dass sich die Kinder, statt sich mit dem Elterntaxi bringen zu lassen, selbst auf den Weg zur Schule mache, ist immer wieder ein Thema in der Schule.

Um die Räder sicher und trocken abstellen zu können, ist inzwischen auch ein überdachter Fahrradunterstand auf dem Schulgelände errichtet worden. Doch das alleine reicht noch nicht aus, um das Zertifikat zu erhalten, wie Christine Berchtold bestätigt. „Zunächst musste die Schulkonferenz der Zertifizierung zustimmen“, sagt sie. Es muss auch darauf geachtet werden, dass die Kinder und das Kollegium einen Helm tragen, wenn sie mit dem Rad unterwegs sind. „Und das Rad sollte auch in verschiedenen Aktionen, wie zum Beispiel bei einem Ausflug, eingesetzt werden“, so die Schulleiterin weiter.

Auch die Eltern werden mit einbezogen. „Die Eltern der Schule haben im Sommer einen Fahrradparcours mit Sicherheitstraining sowie einen Fahrradreparaturkurs angeboten.“ Das alles habe laut der Schulleitung zur Zertifizierung beigetragen. „Nun sind wir nicht nur eine Schule mit sport- und bewegungsspezifischem Schwerpunkt, sondern auch eine fahrradfreundliche Schule“, so Berchtold. „Wir vereinbaren damit Bewegung und Klimaschutz und sorgen dafür, dass unsere Kinder sichere Fahrradfahrerinnen und Fahrradfahrer werden.“

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Snack-Automat in Wallbach soll kommen

Der Ortschaftsrat in Wallbach befürwortet einen Snack-Automaten in der Dorfmitte. Aber: Alkohol und Zigaretten sind tabu.

Soll in Wallbachs Dorfmitte ein Snack-Automat aufgestellt werden? Diese Frage war das beherrschende Thema bei der Sitzung des Ortschaftsrates am Donnerstagabend. Das Gremium sprach sich mit einer Mehrheit von vier Jastimmen bei zwei Gegenstimmen und einer Enthaltung grundsätzlich für das Vorhaben aus, stellte aber klare Bedingungen: In dem Automaten dürfen weder Alkohol noch elektronische oder handelsübliche Zigaretten angeboten werden. Er darf auch keine Konkurrenz zu dem „24-Stunden-Hofladen“ des Bauernhofs Wunderle darstellen.

Als Standort ist ein städtisches Grundstück gegenüber der Bäckerei vorgesehen. Der Automat soll lediglich eine Fläche von rund einem Quadratmeter beanspruchen. Was genau angeboten werden soll, muss noch in einem Gespräch mit dem möglichen Betreiber abgeklärt werden. „Es ging mir vorerst nur darum, ein Stimmungsbild im Ortschaftsrat einzuholen“, erklärte Ortsvorsteher Fred Thelen auf BZ-Anfrage. „Ich sehe keine Konkurrenz zu dem Landwirt, da dieser in seinen Automaten landwirtschaftliche Produkte in Direktvermarktung verkauft.“ Immerhin biete der Automat den Einwohnern die Möglichkeit, auch nachmittags und sonntags ein paar kleine Einkäufe zu tätigen. „Wir haben zwar eine Bäckerei im Dorf, aber sie schließt um 11 Uhr“, so Thelen. Grundsätzliche Probleme wegen der nahe gelegenen Grundschule sehe er nicht. Zwar bestünde theoretisch die Möglichkeit, dass die Kinder im Automaten Süßigkeiten holten, aber man müsse auch Vertrauen in die Eigenverantwortung der Bürger haben, sagte der Ortsvorsteher.

Das Bad Säckinger Ordnungsamt hatte darauf hingewiesen, dass Stadt und Betreiber einen Nutzungsvertrag abschließen müssten. Dieser sollte auf drei Jahre befristet werden. Außerdem sei eine Kaution für die Entsorgung des Automaten zu hinterlegen.

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Neues Führungsduo in Wallbach

Die Feuerwehr Wallbach aus Bad Säckingen hat eine neue Spitze: Nils Jäger ist neuer Kommandant, Christopher Sieber sein Stellvertreter. Vor der Wahl stand aber erstmal ein Einsatz an.  3 min

Der neue Abteilungskommandant Nils Jäg...ks) und den bisherigen Abteilungschefs  | Foto: Ralph Fautz
Der neue Abteilungskommandant Nils Jäger (vorne links) und sein Stellvertreter Christopher Sieber (vorne rechts) mit Gesamtkommandant Tobias Förster (hinten, von links) und den bisherigen Abteilungschefs  – Foto: Ralph Fautz

Die Freiwillige Feuerwehr ist allzeit bereit. Auch, wenn eine wichtige Hauptversammlung – wie die am Freitagabend – ansteht: Sie begann wegen eines Brandes in der Bad Säckinger Bergseestraße etwas verspätet.

In einer seiner letzten Amtshandlungen als Abteilungskommandant gab Sven Schapfel sodann einen Überblick zu den Einsätzen im vergangenen Jahr: 57 waren es, davon 43 in Bad Säckingen, zwölf in Wallbach und zwei in Wehr. Ausgelöste Brandmeldeanlagen waren der häufigste Ausrückgrund, 19-mal brannte es, und schließlich beschäftigten acht Fehlalarme die Feuerwehrleute. Der Höhepunkt war das Festwochenende zum 125-jährigen Bestehen der Feuerwehr Wallbach im Sommer: Bei einer Fachmesse wurden die Gerätschaften der Feuerwehr und anderer Hilfsorganisationen präsentiert. Nach einem Frühschoppenkonzert wurde das neue Rettungsboot in Dienst gestellt. Es war ein „grandioses Fest mit viel Vorbereitung“, so Schapfel. Die üblichen Termine, wie das Narrenbaumstellen oder das Jugendzeltlager im Sommer, unterstrichen das gute Miteinander.

Sowohl Gesamtkommandant Tobias Förster als auch Kommandant Sven Schapfel und sein Stellvertreter Christian Siebold dankten den Feuerwehrleuten und ihren Familien für ihr Engagement. In den vergangenen zehn Jahren sei die Gesamtfeuerwehr spürbar zusammengewachsen – und wie sehr man sich verstehe, habe sich besonders während der Corona-Pandemie gezeigt. In den drei Jahren ab 2020 waren Kameradschaft und Proben gar nicht oder nur sehr eingeschränkt möglich. Trotzdem habe ein Großteil der Feuerwehrleute gehalten werden können. Das Resümee leitete den Abschied ein, denn Schapfel und Siebold traten nach zehn Jahren nicht mehr zur Wahl an die Abteilungsspitze an. Ihre Nachfolger Nils Jäger als Kommandant und Christopher Sieber als Stellvertreter wurden einstimmig gewählt.

Stefan Faller übernimmt zudem die Kasse von Andreas Weigert. Oliver Schapfel wurde als Schriftführer im Amt bestätigt. In geheimer Wahl bestimmte die Abteilung die Ausschussmitglieder.

Darüber hinaus standen drei Ehrungen an: Christa Keser (50 Jahre), Nils Jäger (20) und Christopher Sieber (zehn Jahre).

Schlagworte: Sven SchapfelChristopher SieberNils Jäger

Wallbach startet schwungvoll ins neue Jahr

Der Neujahrsball in Wallbach zieht Tanzbegeisterte in die Flößerhalle. Die Live-Band „Music Point“ und die Tanzgruppe „Next Generation“ sorgen für Stimmung.  2 min

Die Jungkicker verkauften  reichlich Lose.  | Foto: Ralph Fautz

1/3 Die Jungkicker verkauften reichlich Lose. Foto: Ralph Fautz

„Music Point“ spielte Live-Musik.  | Foto: Ralph Fautz

2/3 „Music Point“ spielte Live-Musik. Foto: Ralph Fautz

Evelyn und  Fred Thelen  | Foto: Ralph Fautz

3/3 Evelyn und Fred Thelen Foto: Ralph Fautz

Gemütliches Beisammensein, anregende Gespräche und natürlich Tanzen – der Neujahrsball begeisterte am Samstagabend in der Flößerhalle. Der Förderverein des FC Wallbach hatte die nunmehr neunte Auflage organisiert. Unter der Moderation von Ortsvorsteher Fred Thelen spielte die Live-Band „Music Point“ Melodien und Lieder von Foxtrott über Walzer bis hin zu Interpretationen bekannter moderner Songs: Tony Christies „Way to Amarillo“ war ebenso dabei wie „Rivers of Babylon“ von Boney M. oder Tina Turners „Simply the best“.

Unter den Gästen waren auch Heidi und Christoph Spielmann aus Schöfflisdorf im Kanton Zürich. Die beiden – inzwischen 80 Jahre alten – begeisterten Tänzer stammen eigentlich aus dem Aargau und bewegten sich schwungvoll und grazil durch die Flößerhalle. Auf den Neujahrsball waren sie bereits vor einigen Jahren über ein Inserat in der Fricktaler Zeitung gestoßen und seither – wenn möglich – immer gekommen.

Ganz andere Töne schlug später am Abend die Tanzgruppe „Next Generation“ an – ein Eigengewächs der Jugendabteilung des FC Wallbach. Ihre Choreografien zu schnellen Bässen kontrastierten mit der eher gediegenen Livemusik des Abends und ließen die rund 200 Gäste mitklatschen.

Das mehrgängige Buffet der Osteria Eden machte die Auswahl der Speisen zur willkommenen Herausforderung, ehe nach dem Dessert die Gewinner der Hauptpreise der Tombola bekannt gegeben wurden. Die jungen Kicker des FC-Wallbach hatten zuvor reichlich Lose verkauft.

Schlagworte: Christoph SpielmannTina TurnersBoney M.

Der Musikverein Wallbach begeistert

Beim Jahreskonzert des Musikvereins Wallbach zeigt sich: Die gute Ausbildung der Musiker zahlt sich aus.

Der MV zeigt die Vielfalt der Blasmusik.  | Foto: Ralph Fautz
Der MV zeigt die Vielfalt der Blasmusik.  Foto: Ralph Fautz

Drei Dirigenten, zwei Musikgruppen und ein fantastischer Abend: Das Jahreskonzert des Musikvereins Wallbach am Samstag in der vollbesetzten Flößerhalle begeisterte. Die Musikerinnen und Musiker stellten die Vielfalt der Blasmusik unter Beweis und zeigten mit Soloeinheiten ihr Können.

Kann eine Filmmusik ohne einen Film gutgehen? Definitiv und vor allem, wenn sie die Jugendkapelle Schwörstadt-Wallbach, kurz Ju-Sch-Wa, spielt. „Break the Code“ von Stephen Melillo forderte die Gäste auf, sich unter dem Eindruck der Melodien und Rhythmen ihren Film auszumalen. Die drei Teile, die der Komponist „Pyramiden“, „Heldenhaft“ und „zurück zu den Pyramiden“ nannte, gaben einen interessanten Anhaltspunkt. Weiter ging es zur Musik, die einen Film untermalt: Die „Themes from Harry Potter“ dürften auch einigen Erwachsenen vertraut sein, und so entführten die Nachwuchsmusiker in die zauberhafte Welt von Hogwarts, jenes Internats, in und um dessen Mauern der weltbekannte Zauberschüler seine Abenteuer er- und überlebt. Nimmt man an, dass sich das Zauberschloss in England befindet, ist der Weg nach Irland nicht allzu weit: „You raise me up“ ist seit mehreren Jahrzehnten eine weltbekannte und berührend warm-melancholische Melodie der grünen Insel.

Die jungen Musikerinnen und Musiker unter Dirigent Tobias Zwicky präsentierten nicht nur ein anspruchsvolles Repertoire, sie beeindruckten mit Ihrem Können. Stolz zeigte sich der Musikverein, der an diesem Abend die Früchte seiner Arbeit, der guten Ausbildung der Musiker, erntete.

Die Früchte lassen die Arbeit, die hinter ihrem Gedeihen steht, allerdings gerne in den Hintergrund treten: Dirigent Andreas Weber fiel kurzfristig aus, wurde aber von Andreas Seitz und Urs Weber würdig vertreten. Mehrmals honorierten die Besucher das Orchester mit intensivem Applaus. Nadja Weber tauschte immer wieder die Querflöte gegen das Mikrofon und führte durch das Programm. Den hatte sich der MV Wallbach mehr als verdient.

„Servus Tirol“ von Martin Scharnagl war mitreißend und schnell im Tempo. Es vereinte die Vielfalt der alpinen Landschaften mit ihren uralten Traditionen und vermittelte Aufbruch. So kontrastierte es gekonnt mit dem Swing der 1930er Jahre, der aus einer ganz anderen geografischen Richtung seinen Weg zu uns fand: Zu „Swinging‘ BC“ von Stefan Schwalgin akzentuierten die Musiker, besonders jene am Saxophon, die Melodien jener Zeit.

Lenya Seitz begeisterte mit einem Solo am Flügelhorn zu Peter Leitners „My Dream“, Andreas Seitz tauschte den Taktstock gegen die Posaune und sorgte für die südamerikanischen Klänge zu Dick Ravenals „Caucho“. Schließlich waren da noch Vanessa Brunner, Anne Steinebrunner und Michael Roth, die als Klarinettentrio nach Irland luden. „May the road rise“ ist inspiriert von einem irischen Segensspruch. Ein weiterer Höhepunkt war das Gospelstück „I will follow him“. Wem Whoopi Goldberg als Nonne in den frühen 90ern Jahren vor dem geistigen Auge auftauchte, hatte alles richtig gemacht. Die Melodie aus „Sister Act“ riss alle mit. Nach diesem Abend kann das Jahr nicht schnell genug zu Ende gehen, ehe es vom 150. Jubiläumsjahr des MV Wallbach abgelöst wird.

Schlagworte: Andreas SeitzDick RavenalsPeter Leitners

Das Feuerwehrgerätehaus in Bad Säckingen-Wallbach wird wohl teurer

Vier Millionen, statt 3,5 Millionen Euro wird das Feuerwehrgerätehaus in Bad Säckingen-Wallbach wohl kosten. 500.000 Euro müssten im Nachtragshaushalt bereitgestellt werden.

Auf diesem Grundstück in Wallbach soll die Feuerwache gebaut werden.  | Foto: Annemarie Rösch
Auf diesem Grundstück in Wallbach soll die Feuerwache gebaut werden. Foto: Annemarie Rösch

Der Neubau der Feuerwache in Wallbach wird vermutlich teurer als vorgesehen. Wie in der letzten Gemeinderatssitzung deutlich wurde, wird sie wohl vier Millionen Euro kosten. Das bestätigte Bürgermeister Alexander Guhl auf Nachfrage von Grünen-Fraktionschefin Ruth Cremer-Ricken. Ursprünglich waren 3,5 Millionen Euro für das Vorhaben vorgesehen. Im Nachtragshaushalt werden deshalb vermutlich weitere 500.000 Euro eingestellt werden müssen.

„Ich habe große Sorgen, dass uns der Haushalt um die Ohren fliegen wird“Michael Maier, CDU

„Wir haben versucht zu sparen. Es läuft aber darauf hinaus, dass wir vier Millionen Euro für die Umsetzung brauchen werden“, so Stadtbaumeisterin Margit Ulrich. CDU-Fraktionschef Michael Maier sagte: „Wegen 500.000 Euro werden wir uns am Ende nicht sperren.“ Er gab allerdings zu bedenken, dass alle kleineren Summen zusammen am Ende eine große ergeben werden. „Ich habe große Sorgen, dass uns der Haushalt um die Ohren fliegt“, so Michael Maier. Kämmerin Bettina Huber gab zu verstehen, dass sie seine Sorge verstehen könne.

Stadträte stimmen einstimmig für Vergabe

Bereits seit 2019 beschäftigt sich der Gemeinderat von Bad Säckingen mit der Planung eines neuen Feuerwehrgerätehauses in Wallbach. Die bisherigen Räume sind zu eng. Nach Männern und Frauen getrennte Umkleidekabinen sind nicht möglich. Zudem fehlt eine Abgassauganlage. Auch zu wenige Stellplätze für die Feuerwehrfahrzeuge und die Autos der Einsatzkräfte sind vorhanden.

Trotz der Debatte um die Kosten haben die Räte die Elektroplanung vergeben – und das einstimmig. Das Ingenieurbüro Issler-ETEC aus Grenzach-Wyhlen übernimmt diese Aufgabe. Die Auftragssumme beläuft sich auf 69.650 Euro. Zunächst hatte sich kein Unternehmen an der Ausschreibung für die Elektroplanung beteiligt. Deshalb hat die Verwaltung Planungsbüros angeschrieben und sie aufgefordert, ein Angebot abzugeben. Zwei Angebote gingen ein. Ein Förderbescheid aus Feuerwehrmitteln in Höhe von 230.000 Euro liegt inzwischen vor.

Schlagworte: Michael MaierBettina HuberMargit Ulrich